Michael Seitz

Kinderspiel - die Fesseln der Vergangenheit

 

Das Buch ist seit seinem Erscheinen im Juli aus den Top-Ten nicht mehr wegzudenken.

Leute, Seite an Seite mit der großen Nele Neuhaus zu stehen, das ist einfach geil! Yeah!

 

 

 

 

 

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(Stand 3.11.2019)

 

 

Mein Romandebüt aus dem Jahr 2013 erreicht seit Monaten auf Amazon Top-Platzierungen unter den Historischen Romanen. Und bringt mir jetzt auf einmal sogar Geld! ;-)) Was man von der Verlagsausgabe nicht sagen konnte!

 

Woher dieser plötzlich Trend kommt, lässt sich schwerlich sagen. Wer das Buch kaufen möchte, einfach auf das Cover (links) klicken und bestellen! 

 

 

 

 

(Stand 3.11.2019)

Neuerscheinung 1. September 2019 

Der neue Fall für Privatdetektiv Falco Brunner ist endlich da ...

 

Klappentext

 

Falco Brunners neuer Fall. Ein fesselnder Wien-Krimi zwischen Liebe, Sehnsucht und Tod. Band 3 der spannenden Krimi-Reihe von Michael Seitz.

Mitten in der Nacht erhält Privatdetektiv Falco Brunner den panischen Anruf einer jungen Frau. Doch als er kurz darauf in ihrem Apartment in der Wiener Innenstadt eintrifft, ist sie spurlos verschwunden. Der Verdacht der Polizei fällt schnell auf ihn, denn Brunner kannte die Frau – Emilia –, die als Edel-Eskortdame arbeitete. Gelingt es Brunner nicht, seine Unschuld zu beweisen, wandert er ins Gefängnis.

Falco Brunner taucht unter und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Die Spur führt ihn zu einer Gruppe der Jenischen, die zu den reisenden Völkern gehören. Wer war diese Emilia, die eine solche Faszination auf ihn ausübte? Und was ist mit ihr geschehen?

Viel Zeit bleibt Falco Brunner nicht, denn der Verfassungsschutz ist ihm bereits dicht auf der Spur …

 

Prolog

 

Das Hühnchen war am Morgen noch unserem Kater Beppi nachgejagt. Und wir Mädchen haben uns über die Szene köstlich amüsiert. Jetzt legte ich das Federvieh mit dem Kopf voran auf den Hackstock. Ich spürte den weichen Sand unter meinen Zehen. Wir Mädchenhatten die Beine des Hühnchens mit einem Isolierband zusammengebunden. Schon holte Großvater mit dem Beil aus. Ich schloss die Augen. Ein Schlag, eine kurze Erschütterung, die sich bis tief in meinen Körper fortsetzte. Als ich die Augen wieder öffnete, lag der Kopf des Hühnchens zwischen meinen Füßen. Das Blut an meinen Händen und in meinem Gesicht fühlte sich noch warm an.

 

Mittwoch, 14. März 2018

 

Er hatte geschlafen.

Die Ziffern auf dem Starwars-Digitalwecker zeigten 3.00 a. m. Auf dem Schreibtisch in seiner Einzimmerwohnung lag die Schachtel eines Lieferservice. Der Pappkarton verströmte einen unangenehmen Geruch nach Burgern, Käse und Zwiebeln. Auf dem Laptop, den er abzuschalten vergessen hatte, lief YouTube. Ein Rockvideo aus den Neunzigern. Anscheinend hatte er wenigstens noch die Boxen ausgeschaltet, bevor er sich auf das Bett gelegt hatte, um zu dösen. Bei der Gelegenheit musste er eingeschlafen sein.

„Jetzt noch mal ganz langsam, Emilia – und zum Mitschreiben“, krächzte er in das Handy. „Wo bist du?“

Sie zögerte. „In meiner Wohnung, Falco.“

„Soll ich die Polizei rufen?“

„… keine Polizei!“

Ihr Aufschrei ließ sein Trommelfell vibrieren, ein Geräusch wie von übersteuerten Lautsprechern hallte durch sein Ohr. Drei Sekunden lang hörte er nichts mehr. Er schaltete auf die Freisprechfunktion des Geräts und brüllte ihren Namen. Ein Knacken, ehe die Verbindung abbrach. Er spürte sein Herz bis zum Hals schlagen – plötzlich war er hellwach! Er versuchte, sie zurückzurufen. Einmal, zweimal. Er schrie eine Nachricht auf ihre Mailbox, an deren Inhalt er sich später beim besten Willen nicht mehr hätte erinnern können. Zuletzt warf er sich die zerknautschte Lederjacke über. In seinem rechten Ohr das Rauschen des titanischen Seegangs, in seinem linken das Hämmern seines Pulsschlags, lief Falco Brunner die drei Stockwerke nach unten. Der dreizehn Jahre alte Seat Leon, Turbo Diesel, Sportfahrwerk, dunkelblau – die Lieblingsfarbe seit seiner Kindheit! – sprang ohne Mätzchen zu machen an. Falco fror. Nach einer Frostperiode war die Temperatur in den letzten Tagen endlich über die 10-Grad-Marke geklettert. Die Nächte blieben jedoch kalt. Er steuerte den Wagen von seiner Wohnung an der Linken Wienzeile in Richtung 1. Bezirk – zu ihrer Wohnung! Er hatte Emilia Anfang November in einer Bar in der Innenstadt kennengelernt. Von ihrem Apartment aus blickte man direkt auf den Stephansdom. Im Hintergrund den sakralen Bau, erstand aus ihren beiden Körpern jenes Tier, das sich auf vier Armen und Beinen bewegte. Schweißnasse Haut. Zwei Köpfe mit Mündern, von denen einer den anderen verschlang, während Falco im lachsrosa Lächeln der Lippen zwischen ihren Beinen versank. In dieser Nacht war Falco neben ihr eingeschlafen! Miteinander schlafen und nebeneinander schlafen waren eindeutig nicht dasselbe! Seit seiner Scheidung war Emilia die erste Frau, an deren Seite er nach dem Sex eingeschlafen war. Emilia hatte zweifellos etwas Besonderes an sich.

Der Erste Wiener Gemeindebezirk glich um diese Zeit einem Friedhof. Wo tagsüber Touristen zwischen Graben und Kärntner Straße hinter Fremdenführern durch die altehrwürdigen Gassen schlenderten, bot sich ihm jetzt nichts als gähnende Leere. Er überquerte den Stephansplatz im Laufschritt. Er hustete. In der Loosbar gegenüber dem Dom, die gewöhnlich um vier Uhr morgens dichtmachte, hatte Falco Emilia nach Mitternacht kennengelernt. Unter all den Lebenskünstlern, Geschäftsleuten und Kunstschaffenden hatte ihr Stern heller gestrahlt als der aller anderen. Von ihren Augen, die zwei eisigen Seen glichen, ging ein seltsamer Zauber aus. Falco läutete an der Glocke zu Emilias Stiege. Über der Tür bröckelte die Substanz jahrhundertealten Stucks. Falco sah seinen Atem vor dem Gesicht zu Eiswolken gefrieren.

Er schrie: „Emilia, mach auf!“

Keine Reaktion.

Er bediente sich der bewährten Methode des „Klingel-Klaviers“ und drückte wahllos wie ein verrückter Klaviervirtuose die Tasten neben den Namensschildern. Die meisten Wohnungen im 1. Bezirk befanden sich heutzutage im Besitz von Geschäftsleuten. Um diese Zeit war wohl auch der ehrgeizigste Mitarbeiter schon seit Stunden zu Hause. Wenige Menschen wohnten noch hier, kaum mehr als fünfzehntausend. Mieter, die über alte Verträge mit dem sogenannten Friedenszins verfügten, starben aus. Hatte die Großmutter für die Wohnung mit sechzig Quadratmetern einst ein paar hundert Schilling bezahlt, belief sich eine Neuvermietung auf das Zehnfache. Falco hörte die Stimme einer unbekannten Frau – vernahm undeutlich die Worte: „… du kannst was erleben, so spät heimzukommen, Joschi …“ Der Türsummer ertönte.

Falco erklomm die Stufen eines Stiegenhauses, vor dessen Türen Schilder von Anwaltskanzleien, Psychoanalytikern, Zahnärzten und Schönheitschirurgen in Messing prangten. Waschbecken mit verzierten Hähnen verrieten, dass hier vor hundert Jahren gewöhnliche Arbeiter und ihre Familien in sogenannten Bassenawohnungen gelebt hatten. Die Menschen hatten sich eine einzige Toilette im Hof geteilt. Relikte aus einem Wien, das nur noch in Büchern und alten Filmen existierte! Die Realität anno 2018 sah anders aus. Schien es nur ihm so – oder hatte sich die Stadt innerhalb weniger Jahre vom barocken Gemälde in ein Graffiti verwandelt? Und das Leben in seiner Geburtsstadt glich mehr und mehr einem Disneyland für Kulturinteressierte. Eine plastinierte Kulisse und die Erinnerung daran, wie es vielleicht einmal vor langer Zeit gewesen sein könnte …

Außer Atem erreichte Falco das Dachgeschoss!

Die Wohnungstür stand offen. Gähnende Dunkelheit herrschte im Gang.

„Emilia? Alles okay?“

Keine Antwort. Falco keuchte und stürmte in die Wohnung. Er gab der Toilettentür einen Stoß. Seine Hand zitterte. Er drückte den Lichtschalter. Ein Nerzmantel glitt von einem antiken Kleiderhaken. Falco kam auf dem Kleidungsstück zum Stehen. In Küche und Wohnzimmer entdeckte er ebenfalls keine Spur von Emilia. Er öffnete die Tür zum Badezimmer. Eine rote Flüssigkeit versickerte in der Wanne. Er griff in einem Reflex nach der Flüssigkeit. Ein Rinnsal. Erinnerung an eine Szene, die sich hier kurz vor seiner Ankunft abgespielt haben mochte. Dann erspähte er die Scherben unterhalb des Waschbeckens. Der Spiegel, der gegenüber der Badewanne gehangen hatte, in dem sie einander beim Liebesspiel betrachtet hatten, bot einen Anblick kollateraler Verwüstung. Unzählige Tiegel, Töpfe, Pinsel, Lippenstifte, Farben, Eyeliner, Puderdosen. Make-up lag verstreut auf dem purpurnen Teppich!

Falcos Blick fiel auf das Mansardenfenster. Er starrte auf das hellerleuchtete Dach des altehrwürdigen Kirchenschiffs. Der Stephansdom mit seinem tausendjährigen Gemäuer war Zeuge eines Verbrechens geworden, das sich in diesen Räumen kurz vor seiner Ankunft abgespielt hatte. Falco wurde sich jäh dieser Tatsache bewusst, als ihn ein Schlag aus dem Hinterhalt traf. Seine Beine knickten ein. Er spürte noch, wie er mit der Stirn auf dem Boden neben der marmornen Badewanne aufschlug. Sein letzter Gedanke galt Emilia – und wie schön es war, mit ihr Seite an Seite aufzuwachen. Dann hüllte Schwärze ihn ein.

 

(Ende der Leseprobe)

 

 

 

Neuerscheinung - 1. Juli 2019

 

seit Erscheinen durchgehend unter den TOP-Platzierungen in Deutschland bei Kobo/Raktuen - Ebooks (Toloino-Allianz)

 

 

Klappentext

Ein jahrzehntealter Mordfall, ein verschwundenes Mädchen und eine Familie, die eisern schweigt. In diesem Psychothriller kämpfen Profiler Tobi Miller und Chefinspektor Bruno Horwath gegen die Zeit und für das Leben eines jungen Mädchens.
Wien, 2017. Der Profiler Tobi Miller kehrt nach Jahren in den USA in seine Heimatstadt zurück. Kurz darauf verschwindet ein Mädchen, das Ilona, Tobis bester Freundin aus Kindertagen, auf gespenstische Art und Weise ähnelt. Ilona verschwand ebenfalls, als sie sieben Jahre alt war und Tobi war damals der letzte, der sie lebend sah. Gemeinsam mit Chefinspektor Bruno Horvath beginnt der Profiler zu ermitteln und stößt unter den Familienangehörigen der beiden Mädchen auf eine Mauer des Schweigens. Wer ermordete Ilona? Und wer steckt hinter dem aktuellen Verbrechen? Die Ermittlungen fördern schließlich ein Familiendrama zutage, das auf einem Gutshof in Ostpreußen im Winter 1945 seinen Lauf nahm und dessen Folgen bis in die Gegenwart hinein reichen. Tobi Miller und Chefinspektor Bruno Horvath führen in diesem Verwirrspiel einen Kampf gegen die Zeit und gegen den Tod … Ein Coldcase und ein aktueller Kriminalfall treffen in diesem Psychothriller der Extraklasse aufeinander!

Taschenbuch, Knaur TB / Ebook

Erschreinungstermin 01.07.2019, 366 S.
ISBN: 978-3-426-21714-6
Diese Ausgabe ist noch nicht erschienen 12,99
Ebook  4,99

Leseprobe

 

Wien, 1983
Im Schulflur stank es wie immer nach Käsefüßen. Der Junge ekelte sich vor dem Geruch. Die großen Ferien schienen ihm plötzlich wie ein schöner Traum, den er am Morgen abgestreift hatte, als er mit den Armen in die Riemen seiner zerbeulten Schultasche geschlüpft war. Er wandelte vorbei an den metallenen Wandschränken mit den Aufklebern, deren Bedeutung für ihn ein Rätsel darstellten: ATOMKRAFT, nein danke! – In den Ferien waren Jugendliche durch die Straßen gezogen und hatten weiße Luftballons an Hauseingängen, Geländern und Laternen festgebunden. Der Junge hatte eine Schere aus der Wohnung geholt und einen der Luftballons an der Schnur abgeschnitten, um ihn an den Lenker seines neuen Fahrrads zu binden. Stolz war er mit dem weißen Luftballon herumgefahren und hatte voll Vorfreude bei seiner Freundin Ilona angeläutet. Ilonas Vater hatte ihm die Tür geöffnet und sich ihm in den Weg gestellt.
»Darf ich reinkommen? Ich will Ilona besuchen«, hatte der Junge gefragt.
Herr Wagner hatte ihn angesehen und mit tonloser Stimme geantwortet: »Heute nicht, Tobias.«
Der Junge mochte Herrn Wagner. Ilonas Vater ging manchmal im Sommer mit ihnen ins Schwimmbad oder im Herbst ins Kino. Der Vater sagte, Herr Wagner habe dafür Zeit, weil er von Beruf Lehrer sei. Der Vater des Jungen dagegen hatte für einen derartigen Blödsinn, wie er es nannte, niemals Zeit, weil er als Arzt in seiner Praxis und im Krankenhaus arbeitete. Er musste jeden Tag Überstunden machen, um Leben zu retten. Lehrer dagegen hatten fast die Hälfte des Jahres Ferien!
Der Junge spürte seine Knie zittern. Herr Wagner sah ihn mit seinen hellen Augen an. Tränen liefen Ilonas Vater über das Gesicht, bevor er den Jungen in den Arm schloss, dahinter das Fahrrad mit dem Luftballon sah und einfach nicht länger an sich halten konnte. Der Erwachsene begann hemmungslos zu weinen.
Als der Junge an diesem Tag nach den Ferien das Klassenzimmer betrat, setzte er sich an seinen alten Platz. Der vertraute Geruch drang ihm in die Nase, eine Mischung aus Spitzabfällen, Radiergummi, Linoleumboden und Desinfektionsmitteln. Zum Gefühl der Übelkeit gesellte sich ein stechender Schmerz in seiner linken Schläfe – es handelte sich um eine Form von Kopfschmerzen, die er vor den Ferien noch nicht gekannt hatte. Erst an dem Tag, an dem er den weißen Luftballon, auf den jemand mit Filzstift eine Taube gemalt hatte, an seinen Fahrradlenker geknotet hatte, war ihm dieser Schmerz in seiner Stirn zum ersten Mal bewusst geworden.
»Ist Ilona schon da?«, fragte Kerstin und zeigte auf den leeren Platz neben dem Jungen.
Der Junge hob die Schultern, und ein anderer Junge namens Marco sagte: »Die kann gar nicht mehr kommen, hat meine Mama gesagt, weil sie nämlich tot ist. Ilona ist jetzt ein Engel!«
»Du lügst!«, sagte Kerstin.
Juliane mischte sich ebenfalls in ihren Disput ein: »Es gibt gar keinen Himmel, sagt mein Vater. Das ist nur eine Erfindung der Kirche … Ilona ist gar kein Engel geworden. Sie liegt jetzt unter der Erde und wird von Würmern aufgefressen und kommt als Scheiße aus den Würmerhintern wieder raus, wenn die Würmer mal aufs Klo müssen.«
»Selber schuld!«, meinte Kaspar. »Das passiert eben mit Kindern, wenn sie allein zur Kiesgrube laufen. Dann begegnen sie bösen Männern, die ihnen wehtun und sie umbringen ...«

 

Ende der Leseprobe

 

Mizzis KOLUMNE

 

Hallo, ihr Lieben,

 

freut mich, dass ihr den Weg zu Herrlis Webseite gefunden habt. 

 

Mein Herrli schreibt nämlich ganz besonders spannende Gegenwartkrimis und historische Romane ...

 

Mein Name ist Mizzi, bin ein Kater (kastriert!) und schreibe hier fast jede Woche eine kleine Kolumne für euch. 

 

Würde mich freuen, wenn ihr öfters Zeit und Muse fändet, mich hier zu besuchen. 

 

Viel Freude beim Durchstöbern dieser Homepage.

 

Euer Kater Mizzi

Wien, 9. Juni 2019

 

Die Vatertagskolumne

 

„Liebes Herrli“, habe ich heute zu meinem Herrli gesagt, „ich wünsche dir alles Gute zum Vatertag.“

„Aber, Mizzi, ich bin doch gar nicht dein Papa.“

„Dann eben nicht. Dann gratulier dir doch selber, blödes Herrli!“, habe ich ihm geantwortet. Da will man dem Herrli einmal eine Freude machen, und dann kommt sowas zurück!

„Meine Kinder haben mir heute schon gratuliert. Und sie haben mir sogar Geschenke gemacht, Mizzi.“

„Ach, der Vatertag ist doch nur die Erfindung von einem US-amerikanischen Hemdenhersteller. Kluge Kater äffen nicht gleich alles nach, was aus den USA kommt!“

„Ich habe mich aber trotzdem sehr gefreut“, hat das Herrli gesagt.

„Hast du gewusst, dass in Österreich für den Vatertag 110 Millionen Euro ausgegeben werden, Herrli? Das sind 30 bis 40 Euro pro Vatertagsgeschenk!“

„Das ist aber nett“, hat das Herrli in seiner herrlichen Naivität und Einfalt gemeint.

„Das ist gar nichts, Herrli“, habe ich mein Herrli desillusioniert. „Für den Muttertag werden in Österreich 186 Millionen Euro ausgegeben. Das ist um einiges mehr! Und ich habe übrigens das Frauli auch viel lieber als dich, Herrli. Weil das Frauli meine Mama ist!“

„Mizzi, du bist doch nur beleidigt, weil ich gesagt habe, dass ich nicht dein Vater bin.“

„Und wenn schon? Ich hoffe, deine Kinder haben dir wenigstens was Hässliches geschenkt!“

„Nein, Mizzi, das haben sie nicht. Sie haben mir wunderschöne Karten geschrieben und gemalt. Und sie haben mir alle beide ein Deo geschenkt. Ist das nicht wunderbar?“

„Aber, Herrli, für mich riechst du doch wunderbar. Und unter den Achseln riechst du sogar am allerbesten!“

„Was wolltest du mir eigentlich schenken, Mizzi?“

„Von mir bekommst du ein wunderschönes US-amerikanisches Herrenhemd.“

„Danke, lieber Mizzi.“

„Hast du eigentlich gewusst, dass an Weihnachten 1,6 Millliarden (!) Euro hier in Österreich für Geschenke ausgegeben werden?“

„Nein, habe ich nicht.“

„Da bekommst du dann deine neuen Socken von mir. Mal sehen, ob du dich darüber dann genauso freust wie über das Deo von den Kindern?“

Wien, 24. Februar 2019

 

Du – uh, Mizzi, könntest du vielleicht mal deinen Fleischkonsum ein wenig einschränken?“, hat das Herrli mich neulich gefragt.

Und ich habe ihm geantwortet: „Herrli, Katzen fressen Fleisch, solange sie denken können. Außerdem liebe ich Kaninchen über alles, das weißt du!“

„Aber, Mizzi“, hat das Herrli geantwortet, „es gibt wissenschaftliche Beweise für die Leidensfähigkeit von Tieren. Auch Kaninchen leiden!“

„Ich weiß, Herrli, aber dass Tiere Angst empfinden, spielt doch beim Fleischkonsum der Menschen auch gar keine große Rolle. Allein in Österreich isst ein Mensch 65 Kilogramm Fleisch pro Jahr. Das sind im Laufe eines Lebens fünf Tonnen. 50000 Kilogramm tote Tiere, die soziale Wesen waren und Angst empfinden können. Für 3,90 Euro pro Schweineschnitzel! Damit liegen die Österreicher auf Platz 3 in der EU – weltweit auf Platz 15. Ich bin schon froh, dass die Österreicher wenigstens keine Katzen essen.“

Das Herrli hat sofort mit Empörung reagiert. „Natürlich essen wir keine Katzen, Mizzi! Wie kommst du nur darauf? Wir sind doch keine Un-Menschen!“

„Ich weiß, Herrli, Menschen sind Omnivoren – sogenannte Allesfresser. Genau wie die Schweine! Vor vier Millionen Jahren haben Menschen damit begonnen, Aasfleisch zu fressen, und vor zwei Millionen Jahren ging der homo erectus zum ersten Mal auf die Jagd.“

„Aber erst der Verzehr von Fleisch hat doch die Entwicklung des menschlichen Gehirns möglich gemacht, Mizzi! Weißt du das denn nicht?! Wir Menschen haben also immer schon Fleisch gegessen!“

„Das behauptet die Fleischindustrie, Herrli! Ich bin ein Kater und habe ein kleines Gehirn und bin trotzdem intelligenter als ihr Menschen. Du solltest einfach mehr Kaninchen essen, Herrli. Und Thunfisch! Das ist das Geheimnis von uns Katzen!“

Plötzlich ist Herrlis achtjährige Tochter ins Zimmer gekommen. Sie hat unser Gespräch wohl mitbekommen.

„Aber Kaninchen sind doch so süß, Mizzi!“, hat das Tochter-Kind gesagt. „Und sie haben bestimmt auch Angst vorm Schlachten!“

„In erster Linie sind Kaninchen lecker!“, habe ich geantwortet. „Aber wenn ihr meint“, habe ich zu den beiden gesagt, „dann könnt ihr in Zukunft auch sogenanntes `clean meat´ essen.“

Das Herrlich hat mich mit ratlosem Blick angesehen. „Was ist das denn?“

„Man züchtet aus den adulten, also reifen, Stammzellen von Fleisch, das zuvor Tieren entnommen wird, neues Muskelfleisch in einem Labor. Die Muskelstücke werden dann zu Würstchen, Hackfleisch oder Nuggets verarbeitet. Die Tester sagen, es schmeckt dann genauso wie das Fleisch des entsprechenden Tieres.“

Das achtjährige Tochter-Kind war hellauf begeistert. „Damit könnte man dann auch Kaninchenfleisch für dein Katzenfutter züchten, Mizzi.“

„Stimmt, kleines blondes Tochterkind“, habe ich geantwortet. „Das wäre dann auch viel besser für den Regenwald und die Umwelt!“

Das Herrli war sofort besorgt. „Aber, Mizzi, stell dir vor, wenn diese Methode in die falschen Hände gelangt, dann werden profitgierige Kapitalisten auch auf die Idee kommen aus ein paar menschlichen Muskelzellen Menschenfleisch züchten und zu verkaufen. Daran will ich gar nicht denken!“

„Aber warum denn nicht, Herrli?“, habe ich geantwortet – und: „Kannibalismus ist doch auch genauso alt wie die Menschheit!“

Das Herrli darf sich über eine Buchsprechung im Magazin Lichtung/Januar 2019/1 freuen. 

Hier ein kleiner Ausschnitt: 

„… Michael Seitz hat mit Falco Brunner einen Protagonisten geschaffen, in dessen Lage und Gefühlswelt sich der Leser gut hineinversetzen kann, mit dem er mitleiden und dessen Handlungen und Gefühle er nachvollziehen kann. Die Geschichte überzeugt durch interessante Verflechtungen des Spannungsnetzes, die den Lesefluss vorantreiben. Auch das restliche Personal des Gegenwartskrimis wirkt überzeugend mehrdimensional und dadurch lebendig.“ (Bettina Kraus)

Ich bin total stolz auf mein Herrli! Weiter so!

Wien, 26. Januar 2019

 

Am Mittwochabend war ich ziemlich müde. „Duu -uuh, Herrli“, habe ich zu meinem Herrli gesagt, „kann ich in Zukunft auch am Karfreitag frei haben?“

Das Herrli war ganz entsetzt. „Aber, Mizzi, in diesem Haushalt gibt es nur Platz für Katholiken – für katholische Katzen. Der Papst in Rom ist unser Oberhirte.“

„Das ist ungerecht, Herrli, dass hier in Österreich nur die Evangelen, die Alt-Katholiken und die Methodisten am Karfreitag frei haben.“

„Sei froh, Mizzi, dass du hier in Österreich überhaupt so viele Feiertage im Jahr hast. In Berlin haben die Menschen nur neun Feiertage – ebenso in Bremen, Hamburg, Niedersachen und Schleswig-Holstein. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zehn gesetzliche Feiertage – ebenso in Hessen und Thüringen. Elf Feiertage gibt es in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt. In Baden-Württemberg gibt es zwölf Feiertage – ebenso in Brandenburg und im Saarland.“

„Herrli, aber in Österreich haben wir nur dreizehn gesetzliche Feiertage und in Bayern sind es bis zu vierzehn! Das ist ungerecht. Ich werde jetzt einen eigenen Staat gründen, in dem es dann sogar drei Feiertage pro Monat geben wird.“

„Aber, Mizzi, denk doch nur an den wirtschaftlichen Schaden, der durch einen einzigen weiteren Feiertag entstehen könnte!“

„Wenn dem so wäre, dann wäre der reiche Freistaat Bayern bei weitem nicht so reich! Reicher sind nur die Schweizer und die Liechtensteiner. In Zukunft werde ich die Republik Österreich nicht mehr als Staat anerkennen!“

„Aber, Mizzi, das ist doch Hochverrat! Dafür kannst du ins Gefängnis kommen. Sie werden dicch für vierzehn Jahre einsperren!“

Das Herrli kann es einfach nicht lassen, mir jedes Mal gleich den Teufel an die Wand zu malen. Ich habe dem Herrli ein wenig Honig ums Maul geschmiert. „Herrli, stell dir vor, in meinem neuen Reich wirst du das First-Herrli. Und ich bin dann König Mizzi! Und als erstes werde ich auch noch den Posten des Kunst- und Musikministers besetzen.“

„Oh, Mizzi, das ist ja wirklich eine gute Idee. Du bist ein richtiger Feingeist. Hat du dabei an Cat Stevens als Minister gedacht?“

„Nein, Herrli, denk doch nicht immer gleich so radikal.“

„An wen dann?“

„An Pussiycat natürlich, Herrli. Was denkst du denn? Mizzien soll doch eine friedliche Republik werden.“

Wien, 19. Januar 2019

 

Gestern habe ich mich ziemlich krank gefühlt.

„Duu – uuh, Mizzi, versteckst du dich schon wieder vor mir?“, hat das Herrli mich gefragt.

Das Herrli hat mich in einer Schachtel mit Strohsternen gefunden.

„Wenn ich mich das nächste Mal als Osterhase verkleide, bist du der Erste, der davon erfährt, Herrli“, habe ich entgegnet. Ich habe leise gehustet, um den Schleim in meinen Lungen loszuwerden. Hat nur leider nichts geholfen.

„Bist du krank, Mizzi?“, hat das Herrli gefragt.

„Nein, Herrli, ich habe einfach zu viel Cannabis geraucht. Hast du das nicht gewusst – bei Osiris! – im alten Ägypten haben alle Katzen Cannabis geraucht und am nächsten Tag war ihnen dann schlecht.“

Das Herrli hat mich mit entsetzter Miene angesehen. „Keine Macht den Drogen, Mizzi! Das gilt für alle, die in diesem Haushalt leben, auch für dich!“

Mein Herrli ist aber auch borniert. „Sag mal, Herrli, glaubst du wirklich, ich rauche dieses mit Rattengift gestreckte Zeug, das die Leute hier in Wien überall rauchen. Davon wird einem wirklich schlecht. Außerdem ist es kein Wunder, wenn die jungen Leute davon blöd werden. Und am Ende flüchten sie sich in die virtuelle Welt ihrer Computerspiele, während die Wohnung vermüllt und sie vergessen, sich zu waschen und ihre Amtsgänge zu erledigen. Und am Ende sind die Schulkinder die Einzigen in dieser Stadt, die in der Früh noch aus dem Haus gehen. So läuft nämlich der Hase!“

Das Herrli hat so viel Ironie leider nicht verstanden.

„Soll ich dir das wirklich glauben, Mizzi?“

„Natürlich, Herrli, außerdem hast du mir nicht selbst einen Chip implantieren lassen. Damit müsstest du doch ohne weiteres herausfinden, wo ich mich in den letzten 24 Stunden aufgehalten habe. Und wenn du willst, kannst du dir auch gleich selbst einen Chip implantieren lassen, dann sind wir immer miteinander in Verbindung.“

Ich habe ein wenig geröchelt.

Das Herrli hat gesagt: „Mizzi, du weißt selbst, dass man mit diesen Chips niemanden orten kann.“

„Aber man kann zum Beispiel damit bargeldlos bezahlen!“

„Wer behauptet das?“

„Ein Mann in Schweden war der erste, der sich einen Chip installieren hat lassen. Er kann damit die Türen in seinem Büro öffnen, seinen Computer entsperren. Außerdem bekommt er damit Zugang zu seinem Fitnessstudio, er hat darauf sein Zugticket gespeichert und teilt seine digitale Visitenkarte. Das hat er schon 2013 als erster Mensch auf der Welt machen lassen!“

Das Herrli war ganz entsetzt. „Das erinnert ja an Starwars“, hat es gesagt.

„Und stell dir vor, Herrli, mittlerweile haben sich in Schweden knapp 5000 Menschen einen solchen Chip implantiert. Weltweit ungefähr 100 000 Menschen! Bei TUI-Schweden sind sogar alle Mitarbeiter gechipt. Und das freiwillig – und damit immer fröhlich auf Reisen!“

„Aber tut das denn nicht weh?“

„Nein, das ich wie ein Piercing. Es reicht, wenn du damit zu einem Piercer oder zu einem Hautarzt gehst.“

„Und was kostet das?“

„Ein Implantat inclusive Injektionsspritze, OP-Handschuhen und steriler Kompresse gibt es beim US-Hersteller Dangerous Things schon für umgerechnet 49 Euro. Und schon ist man ein Cyborg!“

„Und was ist daran der Vorteil?“

„Notfallmediziner sagen zum Beispiel, sie könnten damit 20 Prozent mehr Leben retten, wenn man auf den Chips Informationen über Blutgruppe, Allergien gegen medizinische Substanzen oder Angaben über Diabetes und Blutkrankheiten speichern würde.“

„Aber das ist ja toll!“

„Sag ich ja, Herrli, die Schweden lieben Veränderung, deswegen sind sie Vorreiter auf diesem Gebiet.“ Ein Hustenanfall hat mich daraufhin übermannt. Ich habe gekeucht und die Schmerzen in meiner Lunge haben sich angefühlt wie stechende Nadeln.

Das Herrli hat geschwärmt: „Und wenn man die bargeldlose Bezahlung einführt, schiebt man damit auch gleich dem Drogenhandel einen Riegel vor, Mizzi. Womit wir auch gleich wieder beim Thema sind. Aber sag mal, Mizzi, was ist mit dir los? Du stützt dich mit den Vorderpfoten ab, du hast ganz blaue Lippen und deine Lungen verursachen ein giemendes, pfeifendes Atemgeräusch wie bei einem schweren Asthmatiker. Soll ich nicht doch die Tierrettung anrufen?“

„Nein, Herrli, denk einfach an Darth Vader. Der war auch halb Mensch, halb Maschine!“

„Was willst du mir damit sagen?“

„Ich bin dein KAAAAHHHH - TEEERRR …

Wer war der Mann, der mit dem bayerischen Märchenkönig Ludwig gemeinsam im Starnberger See den Tod fand?

Dies ist die Geschichte eines Arztes, eines Revolutionärs, eines Wissenschaftlers – und vor allem des Menschen: Bernhard von Gudden!

 

Der berühmteste Mordfall aus der bayerischen Geschichte wird hier aus der Sicht des Arztes erzählt. – Der Autor, ein ausgewiesener Kenner der bayerischen Geschichte und selbst ein Fachmann für Psychiatrie, erzählt die Geschichte über den Wahnsinn der Wittelsbacher aus der Sicht des Psychiaters Bernhard von Gudden … 

Das Buch widmet sich neben dem bayerischen Märchenkönig Ludwig dem II. auch dessen Bruder Prinz Otto sowie der Kaiserin Elisabeth und deren psychischen Störungen. 

In dieser romanhaft-biographischen Erzählung eröffnet sich dem Leser ein Bild über die Psychiatrie am Ende des 19. Jahrhunderts. 

Wien, 12. Januar 2019

 

Sag mal, Mizzi, bist du verrückt geworden?“, hat das Herrli mich neulich angefaucht.

Ich habe das Herrli angesehen. „Herrli, weißt du, dass deine kurzen Haare dir viel besser stehen? Du siehst aus wie ein Hollywood-Star!“

Das Herrli hätte beinahe den Köder geschluckt. „OH, wirklich! Danke, lieber Mizzi. Du siehst aber auch gut aus.“

„Danke, Herrli, ich weiß.“

Und dann ist dem Herrli wieder eingefallen, warum es mich angefaucht hat. „Sag mal, Mizzi, was fällt dir ein, mit Fraulis Kreditkarte für fünfzig Euro getrockneten Thunfisch bei Amazon zu bestellen? Glaubst du, wir haben hier irgendwo eine Gelddruckmaschine stehen?“

Typisch Herrli! Hat mal wieder die Rechnung ohne die Kinder gemacht. „Herrli, darf ich dich daran erinnern, was dich deine Kinder bis zum achtzehnten Lebensjahr kosten?“

„Aber das spielt doch gar keine Rolle, Mizzi. Was zählt ist doch die Familie! Die Familie hat in unserer Gesellschaft die wichtigste Funktion überhaupt. Die Familie ist etwas Heiliges!“

„Alles Nostalgie, Herrli“, habe ich meinem Herrli den Wind aus den Segeln genommen. „ich mach dir mal eine Rechnung auf, was Kinder kosten:

200 Euro monatlich für Bildung und Schule

120 Euro monatlich für das Wohnen

115 Euro für die Nahrung

95 Euro für Freizeitaktivitäten

65 Euro für Kleidung

30 Euro monatlich für Körperpflege und Gesundheit

Das sind dann 625 Euro pro Monat und bis zum achtzehnten Lebensjahr 135 000 Euro.

Wenn man noch einen Verdienst-Entgang – meistens bei den Fraulis – dazurechnet, kommen noch 107 000 Euro dazu. Und diese Zahl geht von einem Minimalverdienst aus.

Wenn das Kind dann auch noch studiert, kommen in vier Jahren nochmal 30 000 Euro dazu. Sofern das Kind zu Hause wohnt.

Alles in allem kommt man dann auf eine Gesamtsumme von 272 000 Euro.

Und die Verdienstausfälle machen sich natürlich auch auf Fraulis Pensionsansprüche bemerkbar. Das ist da noch gar nicht mitgerechnet.“

„Mizzi, woher hast du nur solche Zahlen?“

„Caritas und Volkshilfe haben sich die Mühe gemacht, diese Dinge auszurechnen. Und jetzt sag ich dir einmal, was dich eine Katze kostet – nämlich 532 Euro pro Jahr. Und da sind sogar schon die Tierarztkosten mit eingerechnet. Und Thunfisch-Chips sind ebenfalls inklusive! Ich bin von uns allen derjenige, der am wenigsten Geld ausgibt. Und außerdem hast du nicht nur ein Kind – sondern sogar zwei Kinder! Und das ist immer noch nicht ausreichend! Für die Finanzierung der Renten und Pensionen brauchst du in zwanzig Jahren jeweils drei Erwerbstätige, die für deine Pension aufkommen, Herrli.“

Das Herrli hat daraufhin wieder Oberwasser bekommen. „Da sieht man, dass die Familie doch die wichtigste Größe in unserer Gesellschaft ist. Kinder sind unsere Zukunft.“

„Stimmt, Herrli. Ich bin ja so froh, dass es mittlerweile auch Ehen unter gleichgeschlechtlichen Menschen gibt.“

„Aber, Mizzi, eine gleichgeschlechtliche Ehe kann niemals mit einer Familie gleichgesetzt werden! Wo kommen wir denn da hin?“ Das Herrli hat selbstgefällig die Fäuste in die Hüften gestemmt.

„Du hast recht Herrli, darum sollten Menschen, die in einer gleichgeschlechtlichen Ehe leben, auch endlich ohne Probleme Kinder adoptieren dürfen.“

Das Herrli hat protestiert: „Aber warum – das ist doch gegen die Natur, Mizzi! Ein Kind braucht doch Vater und Mutter! Wenn gleichgeschlechtliche Menschen eine Familie gründen, dann fehlt den Kindern doch immer was!“

„Aber du hast doch selbst gesagt, Herrli, dass die Familie heilig ist. Darum sollte absolut jeder und jede eine Familie gründen dürfen!“

„Aber Mizzi …“

„Dann geht sich das auch aus mit deiner Pension.“

"Mizzi, wie kommst du nur immer auf solche Ideen?"

"Ganz einfach, Herrli, das hat Robert Menasse mir neulich am Stammtisch erzählt."

 

Wien, 5. Januar 2019

Verbote

„Duu -uh, Mizzi, habe ich dir nicht verboten, auf der Toilette eine Party mit der Klopapierrolle zu veranstalten?“, hat das Herrli neulich ganz erbost zu mir gesagt. „Die ganze Wohnung ist voller Klopapierstreifen! Das ist die reinste Klopapierverschwendung! Und wir können bald nicht mehr kacken.“

„Bei Osiris, Herrli, im alten Ägypten waren Katzen heilige Tiere. Und kein sterblicher Mensch wäre auf die Idee gekommen, einer Katze gegenüber ein Verbot auszusprechen!“, habe ich geantwortet.

„Die alten Pharaonen hatten auch keine Klopapierrollen, Mizzi!“

„Und ganz bestimmt auch weniger Verbote, Herrli! Heutzutage ist ja wirklich alles was Spaß macht verboten. Auf dem Praterstern ist Alkoholkonsum verboten. Pommes frites, die dunkler als blassgelb sind, sind verboten. Essen in der U-Bahn ist verboten. Handys an Schulen sind verboten. Burkini in Freibändern sind verboten. Nacktbaden ist auch fast nirgends mehr erlaubt. Gratiszeitungen in U-Bahnen wollen manche auch verbieten. In Salzburg werden demnächst private Feuerwerke verboten. Und das Rauchen ist sowieso schon so gut wie überall verboten. – Und jetzt willst du deinem Lieblingskater auch noch seinen Spaß mit dem Klopapier verbieten!“

„Mizzi, Menschen brauchen einfach Regeln und Verbote, damit ihr Zusammenleben funktioniert!“

„Ist ja schön und gut, Herrli, aber hast du nicht selbst neulich gesagt, dass du auf der Autobahn gerne 160 km/h pro Stunde fahren möchtest? Und das ist doch eigentlich auch verboten!“

Das Herrli hat gelächelt. „In Deutschland fahre ich am liebsten 170 km/h und schneller! Außerdem fährt in Österreich sowieso jeder 140. Ich fahre auch meistens 140. Und im Jahr 2018 gab es so wenige Verkehrstote wie niemals zuvor, Mizzi. Ein absoluter Rekord! Und von den tödlichen Unfällen ist auch kein einziger auf den berühmt-berüchtigten 140 km/h-Teststrecken passiert. Die Wiener Radfahrer-Zeitungen haben uns ja das Ende der Menscheit prophezeit. Und nichts davon ist eingetroffen. 160 wären also jetzt auch locker drin! Das bin ich in Wirklichkeit schon oft gefahren.“

„Du bist ein echter Egoist, Herrli. Und was ist mit der Umwelt?“

„Mizzi, die größte Dreckschleuder ist nachweislich der Schiffsverkehr. Das weiß doch heute jedes Kind. Und auch das Fliegen hinterlässt wesentlich mehr schwarze Abgase pro Person als jeder, der mit dem Auto fährt. Ich war noch nie auf einer Kreuzfahrt! Und geflogen bin ich auch schon lange nicht mehr. Jeder trägt also seinen Teil zur Umweltverschmutzung bei. Das, was aus meinem Auspuff rauskommt, sind doch in Wahrheit Peanuts! Die größte Belastung im Straßenverkehr entsteht nachweislich dort, wo Menschen im Stau stehen und nur in Schrittgeschwindigkeit vorankommen. Die Herren Politiker sollen sich lieber erst einmal darum kümmern!“

Ich habe dem Herrli mit einem erhobenen Zeigefinger gedroht. „Aber in den Wiener Radfahrer-Zeitungen steht auch, dass der Individualverkehr Gift ist für die Menschheit! Und auch du solltest dich an Verbote und Regeln halten, Herrli!“

Das Herrli hat die Unterlippe nach vorne geschoben wie ein trotziges Kind. „Ich lasse mir das Autofahren nicht vermiesen! Auch nicht von einem Kater! Und viel wichtiger ist, was soll ich jetzt mir dir machen, Mizzi? Klopapierverschwendung ist eine Verschwendung von Ressourcen. Hast du dir je Gedanken darüber gemacht, dass alles Papier einmal ein Baum gewesen ist?“ Und dann hat das Herrli den Zeigefinger erhoben. „Du, du, Mizzi, gute Lust hätte ich, dir für eine Woche deine geliebten Thunfischchips zu streichen!“

„Das wäre wirklich hart für mich, Herrli. Wie wäre es, wenn du mich statt einer Strafe in Zukunft lieber einfach nur überwachen lässt? Nach den neuen Plänen des Innenministers kann man jemanden in Zukunft auch dann schon überwachen, wenn noch gar kein begründeter Verdacht besteht, ob jemand in der Zukunft ein Verbot missachten wird und sich damit strafbar macht? Damit hättest du mein Leben voll und ganz unter Kontrolle!“

Das Herrli hat mein Ablenkungsmanöver nicht durchschaut. Stattdessen zu philosophieren begonnen! „Die Menschen sehnen sich eben nach einem starken Führer. Nach einem starken Arm. Da kommen ihnen möglichst viele Verbote und die totale Überwachung gerade gelegen.“

„Sag ich doch, Herrli.“

„Aber ich bin eben ein Mann, der seine Freiheit liebt!“

„Schlechte Zeiten für dich, Herrli, denn in Zukunft darf der Herr Innenminister dich auch schon überwachen, bevor du überhaupt daran denkst, wieder einmal auf der Autobahn das Tempolimit zu überschreiten.“

Das Herrli hat es daraufhin mit der Angst zu tun bekommen. „Oh Gott, Mizzi, du musst mir helfen – was mache ich da nur? Ich will nicht in Gefängnis kommen! Wie kann ich nur Strafmilderung bekommen?“

„Tja, Herrli, an deiner Stelle rate ich dir deswegen dringend zur Selbstanzeige.“

Jahreshoroskop 2019

 

Neulich ist das Herrli wutentbrannt zu mir ins Wohnzimmer gestürmt.

„Duu- uh, Mizzi, was soll das! Habe ich dir nicht gesagt, du sollst die Türen immer zumachen? Schau dir mal unsere Heizkosten-Abrechnung für 2018 an! Mit wird ganz schlecht!“ Das Herrli hat mit einem Liebesbrief von unserem Energie-Versorger vor meiner Nase herumgewedelt.

„Keep cool, Herrli, für eine Heizkostenabrechnung habe ich jetzt wirklich gerade keine Zeit“, habe ich ihm geantwortet.

„Was machst du da überhaupt?“, hat das Herrli mich gefragt.

Ich habe Papier und Bleistift aus der Hand gelegt. „Ich schreibe gerade mein Jahreshoroskop für 2019 – was sonst?“

„Dein – was?!“

„Du hast schon richtig gehört, Herrli!“

„Seit wann kennst du dich mit Astrologie aus, Mizzi? Und seit wann schreibt man sein Jahreshoroskop selbst? Was bist du überhaupt für ein Sternzeichen?“ (Nichts als Fragezeichen in Herrlis Augen …)

„Alle Katzen schreiben ihr Horoskop selbst, Herrli. Hast du das nicht gewusst? Selbst ist der Kater! Warum soll ich darauf warten, bis das irgendein Fremder in einer Zeitungsredaktion das für mich erledigt? Das übliche Gelaber mit Krisen von März bis September, das Liebeshoch im Oktober – und das auch nur für den Fall, dass Mars und Venus im August nicht miteinander kollidieren. Und wenn du dann noch etwas Glück hast – und den Zeitungsschreiberling gerade die Muse küsst – dann regnet es dank Merkur einen Geldsegen im Dezember. – So dumm sind doch nur Menschen, dass sie ihr Leben im ganzen nächsten Jahr einem Zeitungsredakteur anvertrauen. Wir Katzen schreiben unsere Horoskope schon seit Jahren nur noch selbst, Herrli!“

„Und, funktioniert das?“, hat das Herrli ungläubig gefragt.

„Na klar funktioniert das! Da fällt mir ein, wolltest du nicht schon vor Jahren deinen Stromanbieter wechseln, Herrli?“

„Ah ja, stimmt Mizzi, ich bin nur bis jetzt nicht dazu gekommen. Ich habe einfach keine Zeit dafür gehabt, mir die Tarife anzusehen und so weiter.“ Das Herrli hat versucht, das Thema zu wechseln: „Könntest du mir nicht auch ein solches Jahreshoroskop schreiben, Mizzi?“

Ich habe geseufzt. „Ach, Herrli, du immer mit deinen Prokrastinationen! Das ist dein eigentliches Problem!“

Das Herrli hat mich verdutzt angesehen. „Meinen was?“

„Mann nennt das zu Deutsch Aufschieberitis. Das ist auch so eine Krankheit von dir, dass du gute Vorsätze spätestens am 3. Januar vergessen zu haben scheinst. Und alles vor dir herschiebst.“

„Mizzi, du bist wirklich unglaublich klug. Ich werde dich in Zukunft nur noch Professor Mizzi nennen.“

„Stimmt, Herrli, ich bin wirklich unglaublich klug. Und am besten fängst du schon einmal damit an, dein Horoskop auch selbst zu schreiben. Früh übt sich! Und wie es um deine Finanzen bestellt sein wird, das weißt du ja jetzt schon mal – brauchst ja nur auf deine Stromrechnung zu schauen!“

„Ich werde es versuchen, Mizzi. Aber versprechen kann ich nichts!“

„Glaub mir, Herrli, der frühe Kater fängt die Maus! Wird Zeit, Herrli, dass du dich deinen Prokrastinationen stellst, dann weißt du anschließend auch, was in deinem Horoskop für das 2019 stehen wird.“

Eines fernen Tages

 

„Duu -uh, Herrli, was sind eigentlich die `Tage dazwischen´?“, habe ich das Herrli neulich gefragt.

Und das Herrli hat geantwortet: „Das ist doch ganz einfach, Mizzi, das sind die Tage zwischen den Jahren.“

„Zwischen welchen Jahren?“

„Zwischen dem alten Jahr und dem neuen Jahr.“

Ich habe mein Näschen gerümpft. „In den Zeitrechnungen alter Hochkulturen kennt aber niemand irgendwelche  `Tage zwischen den Jahren´. Außer vielleicht den 29. Februar, der alle vier Jahre – und dann auch nur in einem Schaltjahr – vorkommt!“

Das Herrli hat daraufhin gemeint: „Die alten Ägypter haben eben auch nicht soviel Stress gehabt wie die Menschen heute! Wer einen derartigen Totenkult betreibt, der braucht auch keine Tage zwischen den Jahren, um sich auszuruhen, Mizzi!“

„Bei Osiris, Herrli, deine Worte sind ja pure Blasphemie! Der Stress der Menschheit kommt doch nur davon, weil der Großteil von euch immer alles erst in letzter Sekunde erledigt. Und am Ende brauchen sie irgendwelche Tage zwischen den Jahren, weil sie mit nichts fertig geworden sind. Glaubst du, die Pyramiden wären entstanden, wenn die alten Ägypter euer neuzeitliches Zeitmanagement benutzt hätten?“

Das Herrli hat mich daraufhin entrüstet angesehen. „Sag mal, Mizzi, findest du das nicht ein wenig überheblich? Jahrhundertbauwerke wie der Berliner Flughafen und das Wiener `Krankenhaus Nord´ haben wesentlich mehr Elektronik und technische Features in ihrer Bausubstanz verarbeitet als so ein Steinklotz wie die Cheops-Pyramide! Wir sprechen hier von der Zukunft der gesamten Menschheit, sowas braucht eben seine Zeit, Mizzi!“

„Ah, verstehe, Herrli – bei Osiris – und bei Anubis! – und eure neuen, zeitlosen Bauwerke werden dann wohl auch eines fernen Tages zwischen diesen berühmten `Tagen zwischen den Jahren´ fertig sein!“

 

Vorschau 2019

 

1. Start einer neuen Reihe: Psycho-Thriller - Band 1 - voraussichtlicher                Veröffentlichungstermin Juli/2019

 

2. neuer Fall für Falco Brunner/Kriminalroman: Veröffentlichungstermin wird      noch bekannt gegeben.

 

Derzeit arbeite ich an den Büchern für das Jahr 2020.

Ein offener Kamin, ein Bärenfell und das richtige Buch -

 

das perfekte Weihnachsgeschenk  !!!

 

 

Inquisition, Macht, Intrigen.

 

Ein Mordfall im bayerischen Mittelalter

 

Anno 1467/68: Nach Jahren in der Fremde kehrt Lambert von Bärnstein, ein junger Ritter, auf die Burg seines Vaters zurück. Sein Weg kreuzt sich mit Annas - einer jungen Frau, die wegen dem "bösen Blick" als Hexe verfolgt wird. Kaum zu Hause angekommen, trachten alte Feinde ihm nach dem Leben. Er muss fliehen. Auf der Suche nach dem Mörder seiner Mutter gerät er immer tiefer in den dunklen Sog, der zwischen den Fronten der bayerischen Herzöge entsteht. Auf der anderen Seite zieht die geheimnisvolle Herrin von Burg Weißenstein ihre Fäden in einem dunklen Intrigenspiel. Der junge Mann muss sich entscheiden! Als dann auch noch Anna spurlos verschwindet, erkennt Lambert die Wahrheit - jenen Weg, den die alten Göttinnen ihm gewiesen haben ...

 

Stimmen zum Buch

 

"Dieser erste Roman von Michael Seitz zeigt, dass der Autor Potenzial hat und er das Erzählen, was seine Stärke ist, liebt." (histo-couch.de)

 

"Von dem schlichten Cover dürfen sich Fans von historischen Romanen nicht abschrecken lassen, denn dafür ist die Handlung umso bildgewaltiger." (leser-welt.de über die Originalausgabe, September 2013, Morsak-Verlag)

 

"Ein historischer Roman mit WOW-Effekt" (chattys bücherblock, 2. November 2013)

 

Lesen Sie jetzt mein Debut aus dem Jahre 2013 in der Neu-Ausgabe von 2018 mit neuem Cover-Degin, 568 Seiten, Taschenbuch, zum Weihnachtspreis von 13.90 Euro

 

 

 

Falco Brunners 2. Fall - jetzt überall wo es Bücher und Ebooks gibt ... 

 

 

Ein Wien-Krimi

Ein fesselnder Wien-Krimi über Macht und Ohnmacht, Tod und Erlösung. Falco Brunners zweiter Fall.
Privatdetektiv Falco Brunner will eigentlich nur seine beiden Kinder fürs Wochenende bei seiner Exfrau abholen. Kurz vor dem Ziel überfährt er eine Frau auf offener Straße. Bei der Obduktion stellt sich jedoch – sehr zur Erleichterung Brunners – heraus, dass das Unfallopfer bereits tot war. Sie wurde ermordet und auf der Straße entsorgt. Brunner fühlt sich mitschuldig und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Auf den Spuren des Opfers führt ihn sein Weg in ein Frauenhaus. Eine Spirale aus häuslicher Gewalt und Kindheitstraumata offenbart sich dem Privatdetektiv. Dass der Grat vom Opfer zum Täter schmal ist, begreift der Privatdetektiv dabei erst, als seine Freundin, Sozialarbeiterin Paula, bereits in größter Gefahr schwebt …

 

294 Seiten Taschenbuch / Ebook

 

Die erste Rezension gibt es hier ...

 

Bestseller

Ein Wien-Krimi

Ein Wiener Kriminal-Roman über Gerechtigkeit und Vergangenheit. Falco Brunners erster Fall. 
April, 2015: In Wiener Pflegeheimen werden zwei Bewohner innerhalb weniger Tage auf die gleiche Weise getötet. Privatdetektiv Falco Brunner nimmt die Ermittlungen auf. Was sich auf den ersten Blick als ein „Pflegeskandal à la Lainz" darstellt, führt den suspendierten Ex-Polizisten in die Vergangenheit der Wiener Kinderheime – insbesondere des Heimes am Wilhelminenberg. In den Mittelpunkt von Falcos Ermittlungen rücken die Missbrauchsskandale der 60er Jahre. Ehemalige Betroffene leiden bis heute unter den Folgen und haben verschiedene Wege gefunden, ihre Kindheitstraumata zu verarbeiten. Falco kämpft gegen eine Mauer des Schweigens. Seine Ermittlungen führen ihn in höchste Kreise. Der Preis der Gerechtigkeit ist ein hoher …

Wer war der Mann, der mit dem bayerischen Märchenkönig Ludwig gemeinsam im Starnberger See den Tod fand?

Dies ist die Geschichte eines Arztes, eines Revolutionärs, eines Wissenschaftlers – und vor allem des Menschen: Bernhard von Gudden!
Der berühmteste Mordfall aus der bayerischen Geschichte wird hier aus der Sicht des Arztes erzählt. – Der Autor, ein ausgewiesener Kenner der bayerischen Geschichte und selbst ein Fachmann für Psychiatrie, erzählt die Geschichte über den Wahnsinn der Wittelsbacher aus der Sicht des Psychiaters Bernhard von Gudden …

Das Buch widmet sich neben dem bayerischen Märchenkönig Ludwig des II., auch dessen Bruder Prinz Otto sowie der Kaiserin Elisabeth und deren psychischen Störungen.

In dieser romanhaft-biographischen Erzählung eröffnet sich dem Leser ein Bild über die Psychiatrie am Ende des 19. Jahrhunderts.

Es ist soweit – die histo-couch – das Magazin für historische Romane hat „die Hexe“ rezensiert – mit 84 Punkten

 

Damit erfüllt sich für mich ein Traum !!! 

 

Hier ein Ausschnitt:

 

„Spannende Geschichte um die letzten Ritter des Herzogtum Bayerns“

 

von Daniela Loisl

 

Herzogtum Bayern-München 1467. Die junge Anna fristet bei ihren Verwandten ein trostloses Dasein und wird noch dazu von ihrer Tante als Hexe beschimpft. Als sie eines Tages die Flucht ergreift, kreuzt sich durch Zufall ihr Weg mit dem des Ritters Lambert von Bärnstein. Lambert ist auf dem Weg zu seinem Vater, der auf Burg Altnussberg im Sterben liegt. Als Lambert des Mordes beschuldigt wird, ist Anna die einzige Zeugin, die ihn retten kann, aber sie ist nirgendwo zu finden. Lamberts bester Freund ist Christoph von Wittelsbach, der Bruder des Herzog von Bayern-München. Zu allem Überfluss gerät Lambert auch noch zwischen die Fronten der verhassten Brüder und ist bald gezwungen, Position zu beziehen.

Dramaturgie in Hülle und Fülle

Gleich vorweg: Längen kommen in Michael Seitz` Debütroman keine auf, dafür gibt es viel zu viele Ereignisse, denen Schritt für Schritt nachgegangen wird und die sich letztendlich auch verknüpfen … 

Zur kompletten Rezension geht es hier …

 

Ein Piratenüberfall an der Sizilianischen Küste

Ein mächtiger Sultan

Blutige Rache

 

Eine Geschichte aus dem Jahr 1091 über einen Mann, der sich aufmacht, den Tod seiner Familie zu rächen im Spannungsfeld zwischen Morgenland und Abendland

 

Außerdem: Wiener Roman – Eine Vampirgeschichte, deren Handlung im Wien der Zwischenkriegszeit angesiedelt ist. Ein absolutes „Must-have“ für alle Fans des Malers Egon Schiele!